Bürgermeister Unger hat in unserer Zeitung eine monatliche Kolumne, in der er über seine Wahrnehmung von Arbeitsschwerpunkten zugunsten der Gemeinde berichtet. Eberhard Groth ist Fraktionsführer der Wählergemeinschaft Fuhlendorf. Demzufolge ist auch seine Perspektive für die abwägende Diskussion als Rede und Gegenrede verschiedener Projekte zugunsten der Einwohner wichtig. Wir haben ein ausführliches interview mit ihm veröffentlicht. Uns interessierte, wie die Fraktion zusammenarbeitet und welche Vorhaben sie in der Legislatur als wichtig einstuft. Wir werden auch Positionen anderer gewählter Gemeindevertreter veröffentlichen. Sie sind die von uns Einwohnern gewählten Interessenvertreter. Über ihre Stimme in der Gemeindevertretung haben sie ein bestimmtes Maß an Entscheidungs- und damit Machtbefugnis über Entwicklungen in unserer Gemeinde, die z.T. weit in die Zukunft reichen und unsere Kinder und Kindeskinder betreffen.
Daher berichten wir über die Arbeit der Gemeindevertreter. So können wir als Einwohner informiert mitmischen, d.h. mitdenken, -reden, -diskutieren und letztlich -bestimmen. Foren dafür sind z.B. die öffentlichen Gemeinderatssitzungen, Sprechstunden, Gesprächsangebote und -formate auch von heimischen Vereinen. Wer nur vom Gartenrand Zwischenrufe oder Beschwerden platziert, erzielt wenig bis keine Wirkung.
Wir wollen auch unsere eigenen Lernprozesse transparent machen, die wir als ehrenamtlich arbeitende Redakteure bei der Erhebung aller bisherigen Interviews für unsere Dorfzeitung gemacht haben:
– Wir werden Interviews nur noch zu einem eng begrenzten Thema mit ebensolchen Fragestellungen realisieren. Sie werden – das ist neu – in unterschiedlichen Formen erhoben: direkt, im mündlichen Gespräch oder als an den Interviewpartner schriftlich eingereichte Fragestellungen.
– Wir veröffentlichen im Kern weiterhin authentische Aussagen der Interviewpartner, die zudem von ihnen autorisiert veröffentlicht werden. Im Kern heißt: Wir redigieren behutsam – gesprochener Text wird lesbar gemacht, Wiederholungen werden gekürzt. Mit diesem Bearbeitungsmodus entgehen wir der Falle von eigenen Deutungen und Zusammenfassungen des Gesagten, die möglicherweise Fehlinterpretationen beinhalten. Im schlimmsten Fall der Fälle sind sie dann Meinungsjournalismus.
– Wir achten auf streng sachliche Argumentation, d.h. es gilt die plausible, d.h. nachvollziehbare Rede und Gegenrede zu einem Thema bzw. dessen Fragestellung. Persönliche Angriffe, üble Nachrede und Volksverhetzung sind ein Tabu. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.