Diese Lesung findet im Rahmen der Reihe „Dorf liest“ statt, die von Ramona Müller liebevoll und engagiert organisiert wird.
Wir freuen uns, dass die Zuhörer dieser Lesung zusätzlich zu den schon bekannten Befunden, Erzählungen und Geschichten über die Pommerschen Fischerteppiche sicher Neues erfahren dürften.
Darauf freuen sich auch viele Mitglieder des Kulturvereins Fuhlendorf. Sie sind zusammen mit interessierten Frauen und Männer im Projekt „Fischerteppich Fuhlendorf – Bürger gestalten ihre Geschichte“ schon länger in die faszinierende Geschichte des Alltags der Fischer und der Alltagskultur der Fischerteppiche eingetaucht: Beginnend mit den ausdrucksstarken Teppichen selbst haben sie sich an die Rahmendaten ihrer Entstehungsgeschichte angenähert und sind mit besonderem Dank an Ulrike Sulk und Karsta Dengler Spuren der Pflege dieser handgeknüpften Teppichtradition nachgegangen.
Seit letztem Wochenende knüpfen nun neun Frauen anlässlich der 750-Jahrfeier der Gemeinde Fuhlendorf im Jahr 2028 in Anlehnung an diese Freester Fischerteppiche selbst einen Fuhlendorfer Fischerteppich: Sie erlernen unter Anleitung von Karsta Dengler das Knüpfhandwerk auf kleinen und mittelgroßen Knüpfstühlen, entwerfen Motive für den zukünftigen Teppich ebenso wie sie gemeinsam sein zukünftiges Design sukzessive planen und gestalten.
Nun also die Lesung „Fischers Frau“ am 23.10.2026 um 19.00 Uhr in der Gaststätte „Am alten Hafen“.
Der Verlag kündigt das Buch wie folgt an: „In »Fischers Frau« lässt Karin Kalisa die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche lebendig werden. Südliche Ostsee, 1928: Ein dreijähriges Fangverbot macht die Fischer arbeitslos – statt hinaus aufs Meer zu fahren, setzen sie sich an Webstühle und knüpfen Teppiche, die die Welt der See zeigen – oder der Welt die See, wie man es nimmt. Ein österreichischer Tapisserist lehrt sie die Knoten, auf die es ankommt: Senneh und Smyrna. Die „Perser von der Ostsee“ entwickeln sich europaweit zum Verkaufsschlager. Fast einhundert Jahre später wird der zurückgezogen lebenden Kuratorin Mia Sund ein sehr seltsames Exemplar auf den Tisch gelegt: In seinem Flor irrlichtern Hunderte von Grüntönen, segeln Koggen unter mysteriösen Flaggen, tanzen kleine Wellen in den Augen der Fische und eine ornamentale Borte entpuppt sich als vieldeutige Chiffre. Zum ersten Mal nach zwölf Jahren beantragt Mia eine Dienstreise und macht sich quer durch Europa auf die Suche nach der Knüpferin und ihrer Botschaft, die die alte Erzählung vom Fischer und seiner Frau auf den Kopf stellt“. (https://karinkalisa.de/buecher/Abruf 06.10.2026)
Wer erfahren möchte, auf welchen Knüpfstühlen die Projektfrauen des „Fuhlendorfer Fischerteppichs“ wie knüpfen und wer mit ihnen darüber ins Gespräch kommen möchte: Einge der Frauen werden bei der Lesung mit ihren Knüpfstühlen und ihren Arbeiten dabei sein. Gern erzählen sie über ihr Erlernen des Knüpfens und beantworten so gut es geht alle Fragen dazu.










