Anwesend waren 6 von 7 Gemeindevertretern, Herr Schewelies und Herr Horn von der Stadtverwaltung Barth und als Zuschauer 6 Bürger unserer Gemeinde. Beginn war pünktlich 19:00Uhr im Gebäude der FFW Fuhlendorf.
Der öffentliche Teil verlief nach vorgegebener Tagesordnung. Im nichtöffentlichen Teil wurde auf Antrag von Herrn Groth unter Punkt 14 noch ein Bauvorhaben behandelt.
Zu den Tagesordnungspunkten:
- bis 4.Der Bürgermeister Unger eröffnete die Sitzung, stellte, wie gewohnt, die Ordnungsmäßigkeit der Einladung, die Anwesenheit und die Beschlussfähigkeit fest. Die Sitzungsniederschrift der vorangegangenen Sitzung der Gemeindevertretung vom 03.06.2026 wurde von allen anwesenden Gemeindevertretern zur Kenntnis genommen.
- Zum Bericht des Bürgermeisters: In seinem Bericht über die wichtigsten Angelegenheiten der Gemeinde seit der letzten GV-Sitzung geht der Bürgermeister auf folgende Punkte ein:
– Zu Beginn informierte Herr Unger die Anwesenden über die Zuwendung von 50.000 € vom Land für die Gemeinde als Unterstützung von Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, abrufbar bis zum Jahre 2036.
– In Sachen Bauvorhaben Tourismusgebäude am Hafen Bodstedt wurden die beantragten Fördermittel für diese Jahr gestrichen. Herr Unger bekräftigte, dass dieses Bauvorhaben für die Gemeinde ein zentrales Projekt ist. Demzufolge heißt es, so Herr Unger, in Sachen Finanzierung weiter am Ball zu bleiben. Alternativen für die Errichtung oder Nutzung eines anderen Gebäudes sind innerhalb der Gemeinde nicht vorgesehen, da es für das Vorhaben am Hafen Bodstedt schon einen Planungsfortschritt gibt.
– In Sachen Straßen- und Wegebau „Mittelweg/ Am Brink/ Neuer Weg“ gibt es dagegen positive Informationen: Nach der Sommerpause kam dazu der positive Förderbescheid, gültig bis 11/2027. Hier wird es jetzt mit einer Ausschreibung für die Bauausführung in die nächste Phase gehen.
– Des Weiteren wurden Bauanträge zur Nutzungsänderungen von Gebäuden (Umwandlung von Ferienhausnutzung in Wohngebäude) behandelt und bestätigt.
– Herr Unger sprach das Thema „Die Vorbereitung des Jubiläums 750 Jahre Fuhlendorf“ an. Hier kündigte er eine gemeinsame Zusammenkunft der Vereine und der Gemeindevertretung noch für dieses Jahr an. Einen Termin würde es in Kürze geben. Diese Aussage kam auch schon in der letzten Gemeindevertretersitzung. Hier versprach Herr Unger, dass es noch vor dem Winter passieren wird.
– Einige Straßenlaternen wurden instandgesetzt, so der Bürgermeister. Er wolle daran weiterarbeiten, betonte aber Schwierigkeiten bei der Auftragsvergabe wegen der fehlenden Fachkräfte in unserer Region. Am Appartmenthaus ist man mit den Verantwortlichen weiterhin über die Beseitigung von Schäden an der Straßenbeleuchtung und des Gehweges im Gespräch, die während der Bauphase entstanden. Eine Lösung soll es Anfang Oktober dieses Jahres geben.
Zwischenbemerkung der Redaktion (… auch vieler Bürger der Gemeinde): Es wäre schön, wenn es zu den angesprochenen Themen bald zu sichtbaren Ergebnissen kommt.
- Zu den Fragen der Einwohner:
– Gibt es einen Plan B für das Tourismusgebäude, z.B. im Rahmen des geplanten Feuerwehrgebäudes? Antwort nein. Es wird an der aktuellen Planung festgehalten.
– Die schwimmenden Häuser wurden ebenfalls angesprochen, wobei es auch hier noch keinen Baubeginn gibt.
- In diesem Tagesordnungspunkt konnten die Gemeindevertreter Fragen an den Bürgermeister stellen: Herr Groth als Gemeindevertreter sprach als einziger der Gemeindevertreter verschiedene wichtige Themen an.
– Er bekräftigte die Zusammenarbeit in Sachen Chronik. Er betonte die Wichtigkeit, die in der Vergangenheit geleistete Arbeit und das Wissen der bislang daran Beteiligten fest in diese Zusammenarbeit einzubinden. Auch Fördermittel seien nötig, da die Weiterentwicklung der Chronik auch finanzielle Mittel erfordert. Herr Groth verwies auf die Verantwortung der Gemeindevertretung für die Pflege der Chronik des Ortes.
– Das Thema Feuerwehr ist, so Herr Groth, von entscheidender Bedeutung, zumal bei der letzten Bewertung die Feuerwehr mit 2 von 8 möglichen Punkten nicht gerade gut dastand. Das Ergebnis sollte näher unter die Lupe genommen werden.
– Als sehr wichtig bezeichnete Herr Groth das laufende Umlageverfahren zum Wohngebiet Kranichruh in Bodstedt. Hier hat die Gemeinde großen Handlungsbedarf. Und dieser darf nicht unterschätzt werden, zumal eine Lösung für die Anwohner auf dieser Fläche auch für echte Entspannung sorgen würde.
– Interessant für alle Anwesenden war auch die öffentliche Klarstellung zum Thema der Anschaffung des Radladers für den Bauhof in der vergangenen Legislaturperiode noch unter Herrn Groth als Bürgermeister. Hier gab es in der Vergangenheit unschöne Unstimmigkeiten zwischen beiden Parteien. Im Zuge des Gespräches gab es eine klare Entschuldigung von Herrn Unger bei Herrn Groth.
Die Punkte 8. bis 11. waren die Beratungspunkte der Gemeindevertretung mit entsprechenden Beschlüssen:
- Zur Änderung der Satzung der Gemeinde Fuhlendorf über die Erhebung einer Zweitwohnsteuer:
Die Berechnungsgrundlage wurde vom Gesetzgeber geändert und in Folge dessen wurde eine Änderung für die Gemeinde Fuhlendorf beschlossen. Der Hebesatz wurde auf 10% festgelegt.
- Hier gab es lediglich eine unkommentierte Information in Sachen Haushaltsvollzug bis 30.06.2026., also zum aktuellen Stand des Haushalts für das erste Halbjahr.
- Herr Unger informierte die Gemeindevertretung zu einer Objektbegehung und einem Planungsvorschlag einer Firma zum Bauvorhaben der neuen Straßenbeleuchtung in der Gemeinde. Die darauffolgende Diskussion zeigte, dass dieses Bauvorhaben noch ein sehr unreifes ist, aber ein Anfang eben gemacht wurde. Herr Groth brachte sich in diese Diskussion mit seiner Erfahrung als genauer Kenner der Materie ein. Er appellierte an eine gemeinsame, sachliche, fachgerechte und praktische Herangehensweise, um die Straßenbeleuchtung zu planen. Die im jetzt vorliegenden Angebot dargestellten Preise von insgesamt mehr als 900.000 € dieser Firma entsprächen in keiner Weise den realen Marktbedingungen. Er mahnte hier einen dringenden Gesprächsbedarf an.
- Zum Thema der Festsetzung über die Hebesätze für die Grundsteuer und Gewerbesteuer ab dem Jahre 2025 in der Gemeinde wurden Formfehler korrigiert. Am Ende wurden hier keine Änderungen in der Sache beschlossen.
Nachtrag: In dieser Gemeindevertretersitzung wurden viele Themen und Handlungsbedarfe angesprochen. Kommt die Gemeindevertretung jetzt enger zusammen oder bleibt es bei der Arbeit eines Einzelkämpfers? Der neue Haushaltsplan 2027 steht als eine wichtige nächste Aufgabe an.
Es lohnt sich, einer Sitzung beizuwohnen und zu schauen, was sich wie für die Gemeinde entwickelt. Ein Thema ist mir als Berichterstatter in den Tagesordnungspunkten untergegangen, und zwar das nach wie vor aktuelle Thema der Fahrradwege. So haben bspw. die Fußgänger auf der gesamten Breite des Weges neben der Straße Vorrang. Wo sind die Verkehrsschilder, die einen Fahrradweg kennzeichnen? Wie entwickelt es sich weiter? Man kann gespannt sein.










