Dankel

Für das neue Jahr haben wir uns als Redaktion vorgenommen, ehrenamtlich tätige Menschen in unserer Gemeinde zu würdigen.

Wir wollen die Engagierten über kleine Interviews und / oder Porträts in das Licht rücken, in das sie hingehören: Sie engagieren sich freiwillig und fast immer unentgeltlich für all‘ die Sachen, die für das Wohlfühlen und die Sicherheit in der Gemeinde wichtig sind. Gemeint ist die Bürgervertretung, die Freiwillige Feuerwehr, der Segel-, Sport- oder auch Kulturverein. Hier arbeiten Freiwillige und übernehmen Verantwortung für die Entwicklung und Pflege eines „Wir-Gefühls“, für ein „So-sind-wir-und-das-ist-auch-richtig-so“. Sie stärken den Zusammenhalt und unterstützen die Erfahrung, dass wir unsere Dorfentwicklung teilweise in die eigenen Hände nehmen und gestalten können.  

Pathetisch könnte man sagen: Ehrenamtler in unserem Dorf leben Demokratie in der Fläche. Deutlich realistischer aber ist: Sie versuchen in der Zeit gesellschaftlicher und globaler Krisen, in Zeiten der Geldknappheit für ihre auf Daseinsfürsorge bezogenen Projekte zumindest die Hoffnung auf demokratische Mitbestimmung am Leben zu erhalten.  Möglicherweise meinen sie mit einem geschulten Blick in unsere Vergangenheit, dass Demokratie trotz ihrer anstrengenden, ermüdenden Art und trotz ihrer bisweilen autokratischen Überformung die beste jemals erfundene Staatsform ist…

Wir haben als Redaktion entschieden, diese Reihe der Würdigung von ehrenamtlich tätigen Menschen in unserer Gemeinde mit unseren Gemeindevertretern zu beginnen. Wir haben sie gewählt und ihnen somit unser Vertrauen für die bürgernahe Dorfentwicklung ausgesprochen. Sie beschäftigen sich seither mit wichtigen Fragen wie Gemeindehaushalt im Spannungsfeld von Einnahmen (Steuern wie Einwohner-, Gewerbe-, Grundstücks-, Hundesteuer sowie Kurabgabe) und Ausgaben (wie Pflichtausgaben der Daseinsfürsorge oder Eigenanteil von zu diskutierenden Investitionen). Dazu müssen viele Dokumente gelesen und verstanden werden, Gespräche geführt und Netzwerke gepflegt werden.  Das alles kostet sehr viel Zeit und sicher auch Nerven, und zwar zusätzlich zum eigenen Geschäft und Leben. Wenn wir also nach getaner Arbeit in der Hängematte liegen, unser Garten oder Haus pflegen bzw. mit dem Hund spazieren gehen, arbeiten die Gemeindevertreter mit viel Verantwortung auf ihren Schultern in ihrer Freizeit in der Gemeindevertretung.

Wir haben als Redaktion einen kurzen Interview-Leitfaden für die Gemeindevertreter entwickelt. Darin bitten wir sie z.B., sich kurz vorzustellen und zu erzählen, warum sie sich in der Gemeindevertretung engagieren, für welche Themenfelder sie sich besonders interessieren und einsetzen wollen und welche Entwicklung sie sich für unsere Gemeinde Fuhlendorf wünschen. Zurzeit sind wir in den Terminvereinbarungen für die Interviews und hoffen, die ersten in ca. drei Wochen veröffentlichen zu können.

Später im Jahr wollen wir die Interviews fortsetzen mit denjenigen, die in der Freiwilligen Feuerwehr, im Sport- , Traditions- oder Kulturverein ehrenamtlich für unsere Gemeinde und damit für uns arbeiten, d.h. die z.B. das Fußballturnier oder das Kinderfest organisieren oder im Kulturverein Lesungen oder Kinoabende anbieten.

Wir freuen uns auf unser – ehrenamtliches 😊 – Zeitungsprojekt und hoffen, dass auch Sie die Interviews informativ finden. Wir jedenfalls sind gespannt.

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