Ein ganzes Jahr voller Ideen, Drehtage, Diskussionen und gemeinsamer Erlebnisse liegt hinter acht Jugendlichen und der Schulsozialarbeiterin Anne Subat vom Jugendhaus Storchennest. Gemeinsam mit dem Kulturverein Fuhlendorf K-Drei e.V., genauer mit Karsten Herold und Roland Peinl, entwickelten und produzierten sie den Kurzfilm „Schwanger mit 16“ – ein Filmprojekt, das die Lebenswelt Jugendlicher authentisch aufgreift und wichtige gesellschaftliche Themen in den Mittelpunkt stellt.
Von der ersten Idee bis zur letzten Filmszene entstand die Geschichte gemeinsam mit den Jugendlichen. Schnell war klar: Der Film sollte von Themen erzählen, die junge Menschen bewegen – erste Liebe, Freundschaft, Verantwortung, Zukunftsängste und die Frage, wie sich das Leben durch eine ungeplante Schwangerschaft verändern kann.
Für die romantischen Szenen musste kaum gespielt werden, denn im Filmteam war tatsächlich ein junges Paar dabei. Dadurch wirkten viele Szenen besonders authentisch. Gleichzeitig war den Jugendlichen wichtig, Spannung einzubauen und die Geschichte möglichst lebensnah zu erzählen.
Während der Dreharbeiten lernten die Jugendlichen viel über Kameraarbeit, Drehbuchentwicklung und Interviewtechniken. Für Danilo war vor allem das freie Sprechen eine Herausforderung: „Am Anfang war es gar nicht so einfach, frei zu sprechen. Aber wir haben uns immer mehr getraut und richtig viel dazugelernt.“
Neben der Filmarbeit blieb auch Zeit für Gemeinschaft. Besonders die Drehtage in den Ferien sind den Jugendlichen in Erinnerung geblieben. Gemeinsam wurden Szenen geplant, Requisiten vorbereitet, gekocht und gegessen. „Das Projekt hat richtig viel Spaß gemacht. Es war schön, die Ferien mit Freunden zu verbringen und gemeinsam an etwas zu arbeiten“, berichten die Jugendlichen.
Begleitet wurde das gesamte Projekt von Schulsozialarbeiterin Anne Subat sowie Karsten Herold und Roland Peinl.
Über viele Monate entstand so nicht nur ein Film, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Die Jugendlichen übernahmen Verantwortung, entwickelten eigene Ideen und wuchsen als Team zusammen.
Doch nicht nur der Film „Schwanger mit 16“ wurde gedreht. Die Filmcrew führte auch Interviews mit Menschen aus ihrem Lebensumfeld durch. So kamen unter anderem ein Fußballtrainer, die Jugendsozialarbeiter des Jugendclubs sowie ein Praktikumsleiter eines landwirtschaftlichen Betriebes zu Wort. Besonders viel Spaß hatte Anton an seinem eigenen Interview in der Rolle eines Fußballspielers. „Das war eine richtig witzige Erfahrung. Vor der Kamera interviewt zu werden, war mal etwas ganz anderes“, erzählt er schmunzelnd. Diese Szenen sollen in einem weiteren gemeinsamen Projekt einbezogen werden.
Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme am Jugendmedienfest in Neubrandenburg.
Gemeinsam mit Anne Subat reiste die Filmcrew dorthin, um ihren Film erstmals auf großer Kinoleinwand zu erleben. Für viele war dies ein unvergesslicher Moment.
Bei der Preisverleihung erhielt der Film eine lobende Erwähnung der Jury. In ihrer Begründung hob sie besonders die authentische Erzählweise hervor: „Die Geschichte wird sehr realistisch, fast dokumentarisch erzählt. Sie zeigt den Weg zu einem hoffnungsvollen Happy End, das durch Liebe, Freundschaft und institutionelle Unterstützung ermöglicht wird.“
Weiter würdigte die Jury die kreative Umsetzung mit den Worten: „Die Idee begeistert, die Kreativität überzeugt. Frische Einfälle und ein einzigartiger Blick machen die lobende Erwähnung dieser Auszeichnung deutlich.“
Für die Jugendlichen ist diese Anerkennung eine besondere Wertschätzung ihrer monatelangen Arbeit.
Mit „Schwanger mit 16“ ist ein Film entstanden, der zeigt, wie Medienarbeit junge Menschen stärkt, ihre Lebenswelt ernst nimmt und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Themen selbst kreativ zu erzählen.
Ein herzlicher Dank gilt dem Kulturverein Fuhlendorf K-Drei e.V. für die engagierte Zusammenarbeit sowie allen Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern, Unterstützenden und Mitwirkenden, die dieses besondere Filmprojekt möglich gemacht haben.
Das Projekt wurde unterstützt vom Jugendhaus Storchennest e.V. und gefördert von den Fonds Soziokultur e.V. sowie den Zukunftswegen Ost.
























