bild alter steg

Der Steg in Fuhlendorf bietet ein Bild des Jammers. Täglich turnen trotz des Verbotsschildes Angler auf ihm herum. Der vollständige Zusammenbruch ist nur eine Frage der Zeit.

Kommt nun der seit Jahren geplante Neubau des Stegs? Und mit ihm 14 schwimmende Häuser?

Im Mai 2024 ist der Bebauungsplan Nr. 20 Floating Houses Fuhlendorf als Satzung in Kraft getre­ten. Deshalb hat mancher erwartet, daß im Herbst, also nach der Brutzeit der Vögel und dem Ende der Tourismussaison die Bauarbeiten beginnen. Doch nichts geschah.

Inzwischen jedoch hat der Investor, die FHG floating house GmbH aus Berlin, seine Planungen offengelegt. Er nennt das Projekt“Hafenresort Fuhlendorf“

www.hafenresort-fuhlendorf.de .

Er präsentiert auf seiner Internetseite das Projekt ausführlich und teilt mit, daß Anfang August der Vertrieb begonnen hat. Kapitalkräftige Interessenten können ab sofort zugreifen. Die Preis für eines der geplanten 14 schwimmenden Häuser liegt bei knapp 430.000 Euro und setzt sich aus dem Preis für das Haus in Höhe von gut 300.000 Euro, der Erschließung (knapp 118.000 Euro) und der Jahrespacht für den Liegeplatz in Höhe von 3.500 Euro zusammen.

Was erhält man dafür? Gegenüber dem Steg öffnet sich das Haus über eine Eingangsterrasse (8,5 qm). Von hier aus gelangt man durch separate Eingänge in zwei recht kleine Schlafzimmer (7,5 qm). Wenn man sie verlässt, gelangt man in einen Flur. Rechterhand befinden sich Toilette und Technikraum und linkerhand ein Badezimmer (3.5 qm). Der Übergang vom Flur zum größten Raum des Wasserhauses, dem Wohnzimmer mit eingebauter Küche (22,3 qm) ist offen. Den Ab­schluss zum Wasser bildet eine Terrasse (15,3 qm). Nach Angaben des Investors beträgt die Wohnfläche 45 qm. Die ursprünglich vorgesehene Nutzung des Daches als Terrasse ist in den Bebauungsplan nicht aufgenommen worden.

Der Bau der 14 schwimmenden Häuser soll – so der Investor – im Herbst 2025 beginnen. Die Er­schließung des Baufeldes und der Bau der Steganlage ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Ebenfalls im Frühjahr 2026 sollen die ersten Schwimmhäuser geliefert und montiert werden. Zur Sommersaison 2026 soll dann die touristische Nutzung erfolgen.

Wie sicher diese Planungsangaben sind, lässt sich nicht von außen beurteilen. Derartige Pro­jekte gelingen in der Regel zügig, wenn sich in den nächsten Wochen und Monaten möglichst viele Käufer finden. Finden sich keine, kann die Realisierung schwierig werden. Dann muss der Investor zunächst mit Eigenmitteln, d.h. in der Regel Krediten, bauen und auf Vermietung und mittelfristigen Verkauf setzen. Da das Unternehmen über Erfahrung verfügt, eine Reihe erfolgrei­cher Projekte vorweisen kann und bereits erhebliche Mittel in den gesamten planerischen Vor­lauf gesteckt hat, ist eine Realisierung in dem gesetzten Zeitrahmen wahrscheinlich. Inwieweit sich der Standort auf Dauer geeignet erscheint, wird die Zukunft zeigen.