Nun ist es bald wieder soweit! Die Osterfeiertage nahen und damit für viele Menschen eine schöne Zeit im Kreise der Familie. Nach dem gregorianischen Kalender hat Ostern kein festgelegtes Datum. Der Ostersonntag wird auf der nördlichen Halbkugel der Erde traditionell am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlingsanfangs am 21. März gefeiert. Dieses Jahr ist der 5. April !
Für die Christen unter uns ist Ostern das höchste Fest im Kirchenjahr, an dem die Auferstehung Jesus gefeiert wird. Für Gläubige ist es das Zeichen Gottes für ein Leben nach dem Tod. Die Feiertage beginnen mit dem Gründonnerstag als Gedenktag an das letzte Mahl Christi mit seinen zwölf Jüngern am Abend vor seinem Tod. Damit beendet der Gründonnerstag die Fastenzeit. Am Karfreitag wurde nach der christlichen Überlieferung Jesus zum Tode verurteilt und gekreuzigt. Zu seiner Todesstunde nachmittags werden deshalb Gottesdienste abgehalten. In der Nacht zum Ostersonntag erleuchten die Osterkerzen wieder die Kirche und die Trauer weicht der Freude. Die Osterfeuer symbolisieren zugleich die Freude über den Neuanfang wie das Licht des Frühjahrs nach der Dunkelheit des Winters.
Neben dem Osterfeuer ist der Osterstrauß ist ein beliebter Brauch, bei dem Zweige, zum Beispiel Weidenkätzchen, Forsythien oder Kirschblüten in die Vase gestellt und mit bemalten Eiern geschmückt werden. Auch der Osterstrauß symbolisiert das Erwachen der Natur.
Dabei stehen die Eier zu Ostern für neues Leben und Fruchtbarkeit. In manchen Regionen gibt es zusätzlich den mit Eiern behängten Osterstrauch oder Ostereierbaum außerhalb des Hauses, wie er gerade bei uns im Dorf vor den Häusern für Farbe sorgt. Während drinnen die Eier meist noch ausgeblasen, beklebt, behäkelt oder bemalt werden, sind es draußen heute Plastikeier, die auch im stürmischen Norden die Ostertage ohne Beschädigung überstehen.
Die alten Osterbräuche verbinden die christliche Bedeutung Osterns mit heidnischen Frühlingsbräuchen. Zentral sind die Ostereier als Fruchtbarkeitssymbol, das Osterfeuer zur Vertreibung des Winters und der Osterhase als Eierbringer.
Früher waren es besonders die rot gefärbten Eier, die für das Blut Christi standen, die in der Fastenzeit vom Aschermittwoch gesammelt und durch Kochen mit Farbstoff haltbar gemacht wurden. Zu Ostern werden sie gern verschenkt oder zum Eierticken beim Frühstück verwendet. Manches Kind findet sie versteckt im Garten, wobei der Osterhase als Eierbringer auch häufig Schokoladeneier im Angebot hat.
Um den Ursprung des Osterhasen als Eierbringer ranken sich zahlreiche Geschichten. Erstmals erwähnt wurde er wohl in einer wissenschaftlichen Arbeit eines Mediziners 1682, der von zu hohem Eierverzehr abriet. Später entdeckte die Spielwaren- und Süßwarenindustrie das niedliche Tier für ihre Zwecke. Außerdem soll er bei den Heiden schon ein heiliges Tier der Frühlingsgöttin Ostara gewesen sein, aber auch im Christentum taucht das Motiv des Hasen in Kunst und Architektur immer wieder auf. Durch seine starke Vermehrung im Frühling steht auch er allgemein für Fruchtbarkeit und Neuanfang in der Osterzeit.
Wir, die gesamte Redaktion der Dorfzeitung wünschen Ihnen am Karfreitag beim Osterfeuer auf dem Sportplatz in Bodstedt, beim Osterspaziergang am Bodden und natürlich beim Osterfrühstück mit Hefezopf und Eiersuchen zu Hause viel Freude.
Eine frohe Osterzeit mit ihren Lieben !








